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Lebenskraft

flammeJeder von uns trägt
die Flamme der
Lebenskraft in sich
Heilung bedeutet,
sie wieder zum Strahlen zu bringen.

Indianische Heilkunde

Bruder Wolf

Wild und frei – Wölfe und Menschen
Wolfstagung 2011 in Altenburg (NABU)




Wissenswertes zum Thema „Wölfe in Deutschland“  (und Europa) in Kürze:

Wolfsgebiet Lausitz:
– Größe: ca. 4.000 km²
– 2011 – 10 Rudel
– Neu: Wölfe in der Königsbrücker Heide

Wolfsvorkommen anderswo:
Mecklenburg-Vorp., Sachsen-Anhalt, Brandenburg:  - mögliche Einzelwölfe
Bayern:  - 0
Frankreich: 1 Wolf  (Vogesen)

Länder in Europa mit sicher nachgewiesener Wolfspopulation:

- Polen
- Rumänien
- Russland
- Italien
- Spanien

Skandinavien:
Wölfe in geringer Anzahl – Wolfsjagd gestattet – Hintergrund: Politik: Um der Unzufriedenheit und Wut der Menschen über politische Missstände ein Ventil zu geben, wurde in Schweden die Wolfsjagd gestattet – Finnland ähnlich – im alten Rom gab es für das Volk Brot und Spiele – jetzt Jagd auf Wölfe zum „Abreagieren“!!!

Auch Norwegen duldet keine Wölfe –  ein Armutszeugnis für ein so reiches Land!

Wölfe – Gefahr für Nutztiere?
Schafe:
- Stromzaun 90 cm hoch ist ausreichend!
- Risse bei Schafen im Jahr 2011: 24 (Stand 27.08. 2011)
- überwiegend nicht geschützt

außerdem:
- 22 Risse durch Hunde
- 13 Risse aus anderen Gründen

In 34 % der Fälle lag die Verantwortung beim Halter!

Rinder:
In 11 Jahren wurden 2 Kälber gerissen!


Zu viele Wölfe für den Wildbestand?
Beute regelt den Beutegreifer! Hohe Dichte der Beutetiere – Jagd durch den Wolf, bei geringer Population einer bestimmten Beutetierart wird diese nicht gejagt! – Jagd muss effektiv sein für Wölfe!


Gefahr durch Wölfe für Menschen und Hunde?
Wölfe flüchten vor dem Menschen! Und: Wir passen nicht ins Beuteschema!

- Auf unsere Hunde zu achten, liegt in unserer Verantwortung
- Hund in Wolfsgebieten nicht allein lassen!

Schweden – Vorfall – Meldung im „Spiegel“ (2011):

- Hund gerissen: Hund war nicht angeleint und ca. 100 m von Besitzerin entfernt!!!

Jagd
- Wildzuwachs ist gerade in Wolfsgebieten zu verzeichnen!
- Wildbestand wird gesünder - Der Wolf sorgt für Dezimierung kranker und schwacher Tiere.
- Und: Der Wald wächst: Es gibt weniger „Verbiss“ durch Hirsche und Rehe – der Wolf ist
  notwendig für das Ökosystem „Wald“.

Gefahren für Wölfe:
- Menschen!!!
- durch Straßen

Und: Neben vielen Jägern, die die Jagd voller Verantwortung betreiben, die passionierte Naturfreunde sind und sich am Wolf freuen, gibt es auch sie:

- Egogesteuerte Jäger – für die die Jagd Prestige ist und Macht – diese wollen keine Jäger
  neben sich dulden!!! Außerdem geht es auch in Deutschland um Profit und Politik!

Wolfszahlen:
In Deutschland und Nordpolen leben 63 adulte (erwachsene) Wölfe (Stand 2011):

- die Zahl der adulten Wölfe ist entscheidend – die Welpen überleben oft das erste Jahr nicht,
  außerdem wandern sie nach Erreichen der Geschlechtsreife ab und suchen ein eigenes
  Revier!

Polen:
- 23 Rudel
- Mittelpolen – so gut wie keine Wölfe
- Wolfsvorkommen: Nordpolen, Gebiet der Beskiden / Karpaten

Brauchen wir Wölfe?
Für naturverbundene Menschen stellt sich diese Frage nicht, aber: Ja!!!

- Wir können uns Wölfe leisten (Deutschland ist ein reiches Land!)!
- „Wo Wölfe nicht akzeptiert werden, fehlen sie dem Ökosystem!!!“ (Zeitschrift „Sience“)

Aufforderung an uns Menschen: Akzeptanz!
- Unseren Blick für das Große und Ganze entwickeln – Wir sind Teil der Netur!
- Wölfe wurden nicht angesiedelt, ihr Einwandern ist ein natürlicher Vorgang, daher ist es von
  der Natur gewollt, dass es bei uns wieder Wölfe gibt!!!
- Die Natur weiß, was sie tut – sie ist weiser als wir!
- Umdenken bei der Tierhaltung: Karpatenschäfer leben mit Wölfen!

Was ist und bleibt zu tun?
- Akzeptanz schaffen durch Information und Aufklärung!
- Keine „Feind“-Fixierung – sachliches Miteinanderreden statt Konfrontation – die „Gegenseite“
  anhören und sich in deren Lage versetzen!
- Freude über ein wildes Wesen, das den Weg zu uns gefunden hat, empfinden; über ein
  faszinierendes Geschöpf – wild und frei – ein Raubtier und kein „Schmusetier“! –
  Mit Achtung und Respekt zu behandeln (wie übrigens alle Lebewesen – einschließlich
  wir selbst)!


„Der Entwicklungsstand einer Gesellschaft misst sich an deren Umgang mit Tieren!“
(Zitat: Hermann Hesse)


Es liegt an uns, zu definieren, wo wir in unserer Entwicklung stehen!

Andrea Thomas
NABU-Wolfsbotschafterin / Thüringen


Ich freue mich über Fragen, Interesse, Info-Bedarf und achtungsvollen Meinungsaustausch!